Nervosität an den Börsen - Unsicherheit beidseits des Atlantik führt zu starken Schwankungen

Anleger in den Finanzmärkten brauchen in der nächsten Zeit weltweit gute Nerven. Die Griechenlandkrise und vor allem die Unsicherheit, welche die Finanzlage der Vereinigsten Staaten derzeit ausstrahlt, sind zwei gewichtige Faktoren um die Börsen in starke Unruhen zu versetzen.

In Europa steht man vor der Aufgabe, dass zweite Hilfspaket für Griechenland zu schnüren. Fakt ist ohne Hilfe für Griechenland, wird der Euro mit Sicherheit in seine größte Krise bisher schlittern. Ein NEIN für Griechenland würde unabsehbare Folgen für den europäsichen Währungsraum haben und eventuell nur der Anfang vom Ende sein.

Auf der anderen Seite des Atlantiks stehen die Vereinigten Staaten vor der Frage, die Schuldenobergrenze ein weiteres Mal anzuheben. Die Angst vor einer Staatspleite wächst in der Bevölkerung. Vor allem die Republikaner stellen sich quer. Ungewiss ist ob Präsident Obama es schaffen wird, eine weitere Erhöhung der Schuldenobergrenze durchzubekommen. Die derzeitigen Staatsschulden der USA betrag 14,3 Billionen US-Dollar - eine unvorstellbare Zahl mit 12 Nullen! Obama hat in jedem Fall die Firmen der Wallstreet und die Wirtschafsverbände und Großkonzerne auf seiner Seite. Diese finden die Haltung der Republikaner, die sich scheinbar in keinem Fall annähern wollen, mehr als unverantwortlich. Nur aus politischer Strategie und mit dem Willen zum Machtwechsel die Wirtschaft des Landes zu opfern und damit auch die Weltwirtschaft nachhaltig zu gefährden - unverständlich. Es bleibt zu Hoffen, dass sich Kongress und Regierung in jedem Fall annähern und das nicht nur zum Wohl des eigenen Landes, sondern auch der gesamten Weltwirtschaft.